Der Wunsch ist fast immer: „direkter SAP-Zugriff". Die Realität in vielen Organisationen: Ein Direktzugriff ist aus Sicherheits-, Freigabe- oder Kostengründen kurzfristig nicht machbar. Das darf ein Power-Platform-Projekt nicht ausbremsen – es braucht eine belastbare Pipeline, die auch ohne Live-Schnittstelle wiederholbar und prüfbar ist.

Excel als bewusst gewählte Übergabeschicht

SAP kann strukturierte Exporte (Stammdaten, Verrechnungsdaten, Preislisten, Abschreibungen) als Excel/CSV bereitstellen. Statt diese manuell in die App zu tippen, wird der Export zur definierten Übergabeschicht: mit festem Schema, klaren Pflichtfeldern und einer Validierung beim Upload. Das ist kein Rückschritt, sondern eine kontrollierte Grenze zwischen zwei Systemwelten.

  • Striktes Schema mit Pflichtfeld-Prüfung: Fehlt eine Spalte oder ein Wert, bricht der Import mit klarer Fehlermeldung ab, statt halbe Daten zu schreiben.
  • Automatische Archivierung jedes Imports für die Nachvollziehbarkeit.
  • Power BI Dataflows als Transformationsschicht zwischen Excel und Dataverse – Normalisierung, Typkonvertierung und Mapping an einer zentralen, wartbaren Stelle.
Der Trick ist, die Übergabe so streng zu machen wie eine echte Schnittstelle: Schema-Validierung und Fehler-Handling entscheiden darüber, ob die Pipeline vertrauenswürdig ist – nicht die Frage, ob die Daten „live" kommen.

Der Migrationspfad bleibt offen

Der große Vorteil dieses Ansatzes: Wird später doch eine Direktschnittstelle freigegeben, ändert sich nur die Datenquelle vor dem Dataflow – die Transformationslogik und das Zielmodell in Dataverse bleiben bestehen. Man baut also keine Sackgasse, sondern eine Zwischenstufe, die den späteren Umstieg vorbereitet.

Belegt aus der Praxis: Diese Lösung stammt aus einem echten Projekt. ÖBB – Schienenfahrzeug-Investitionsplanung ansehen